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Cancel Culture muss endlich gecancelt werden

Dass wir angeblich „im besten Deutschland leben, das es jemals gegeben hat“ (Frank-Walter Steinmeier), scheinen nur die zu glauben, die uns weismachen wollen, dass früher alles schlecht war und man nur denen glauben möge, die heute an der Macht sind.


Auch an den Hochschulen erlebt man dies immer mehr. Denn dort herrscht eine Cancel Culture, die alles Tradierte, alles Erfolgreiche und Anerkannte entsorgt. So auch an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Eine Hochschule, die von König Wilhelm II. von Preußen, Kaiser des Deutschen Reiches, im Jahre 1902 in den Rang einer Universität erhoben wurde und die zum Dank 1907 seinen Namen führte. Doch am 1. Oktober 2023 wird alles anders. Denn dann wird die Universität namenlos sein. Für die Streichung des Namens wurden Totschlagargumente gefunden, die eine sachliche, ehrliche und differenzierte Diskussion gar nicht mehr zuließen. Denn angeblich war Wilhelm II. „militaristisch, nationalistisch, antislawisch, obsessiv antisemitisch.“


Dabei war das Zweite Deutsche Kaiserreich und sein Herrscher alles andere, als das, was ihm heute namenlose Senatsmitglieder und Studenten überstülpen. Zudem müsste Wilhelm II. mehr Gerechtigkeit erfahren.


Weder war er ein Despot, noch hat er den Ersten Weltkrieg angezettelt (Christopher Clark, Die Schlafwandler). Sicherlich sind von Wilhelm II. im Doorner Exil antijüdische Ausfälle überliefert, aber niemals hat er sich in der Öffentlichkeit antisemitisch geäußert. Vielmehr hat er sich von Hitler, wegen dessen brutalen Vorgehens gegen die jüdischen Deutschen 1938 deutlich distanziert.


In seiner Kaiserzeit wurde Deutschland der größte Eisen- und Stahlproduzent, zudem hatte die Chemische, Optische und die Elektro-Industrie eine Weltstellung inne. Das Deutsche Reich hatte ein hervorragend ausgebautes und ausgelastetes Eisenbahnnetz. Die Bahn zeichnete sich durch ihre Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit aus! Der Postbote kam dreimal am Tage, sonntags einmal. Die Binnenwasserstraßen wurden auf 6.600 km ausgebaut. Zudem wurden der Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee-Kanal) und der Mittellandkanal innerhalb weniger Jahre gebaut. Das Deutsche Reich war das einzige Land, in dem es einen regelmäßigen öffentlichen Luftverkehr mittels Zeppeline gab.


Auch war Wilhelm II. nicht unsozial. Denn er wollte als „Arbeiterkaiser“ in die Geschichtsbücher eingehen. Nicht von ungefähr wurden in seiner Regierungszeit die Kranken-, Unfall- und Alters- und Invaliditätsversicherung eingeführt. Von 1895 bis 1913 stiegen die Löhne nominal etwa um 63 % an, jährlich im Durchschnitt 3,5 %. Ein verheirateter Arbeiter mit zwei Kindern zahlte praktisch keine Steuern.


Die deutschen Universitäten, überhaupt das deutsche Bildungs- und Ausbildungswesen galten als vorbildlich und bildeten die geistige Grundlage des wirtschaftlichen Aufstiegs. Die Technischen Hochschulen erhielten erst durch Wilhelm II. das Promotionsrecht.


Als Kulturstaat – also wissenschaftlich-technisch und literarisch-künstlerisch nahm Deutschland zur Zeit des letzten Kaisers zweifellos einen Spitzenplatz ein, wofür auch die an deutsche Forscher verliehenen Nobelpreise ein Indiz sind.


Ich könnte noch mehr Positives schreiben, aber eines sollte den heutigen Jakobinern noch gesagt sein:


Vergleicht dies alles mit dem heutigen Deutschland einmal.


Wenn die Wilhelms-Universität und ihre Bilderstürmer noch etwas Rückgrat und Intelligenz besitzen sollten, würden sie ihre Entscheidung rückgängig machen. Denn irgendwann dreht sich das gesellschaftliche Klima wieder Richtung Freiheit. Und dann frisst die Revolution ihre Kinder....




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