Gegen sinnlose Tiertötungen

Dr. Frank Grobe, Mitglied des Hessischen Landtages und Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, befragte heute Priska Hinz/GRÜNE, Umweltministerin Hessen zum Thema Eulen-Keulung in Freiensteinau:


Dr. Grobe:

„Wie Presseartikeln zu entnehmen ist, müssen alle gehaltenen Vögel in der Vogelhaltung Amend in Freiensteinau getötet werden. In Ihrem gestrigen Brief an uns werden die Tauben davon ausgenommen, allerdings fehlt hierzu jedwede nachvollziehbare Begründung. Wie ist zu erklären, dass die Tauben davon ausgenommen sind, wenn für den kompletten restlichen Bestand der Tiere gilt, dass die Bedingungen vor Ort weder die Weiterverarbeitung der Tierseuche im Bestand noch zu den wildlebenden Vögeln verhindern können?“


Antwort Hinz:

Das Verwaltungsgericht Gießen habe gestern geurteilt, dass die Vögel getötet werden müssten, da von einer epidemiologischen Gefahr auszugehen sei.


Rückfrage Dr. Grobe:

„Frau Staatsministerin, dann erklären Sie mir bitte den Widerspruch, dass 46 seltene Eulen die in einer Voliere gehalten werden, gekeult werden müssen, Tauben, die überall hinfliegen können, aber nicht“


Antwort Hinz:

Die Eulen könnten Gefahren für andere Vögel auslösen.


Rückfrage Dr. Frank Grobe:

„Bitte erklären Sie mir den Widerspruch, warum die Tauben nicht gekeult werden, Vögel, die sich überall niederlassen.“


Antwort Hinz:

„Kann ich nicht beantworten.“ Dazu eine Mitarbeiterin aus dem Ministerium: „Bei Tauben scheint es tierschutzrechtlich nicht geboten zu sein.“


Frank Grobe und Uwe Schulz: Unsere Bewertung der Sachlage.

Verrückter geht es nicht. Eine komplett überforderte und unwillige Ministerin, die zudem einer Partei angehört, die sich einst dem Tier- und Naturschutz verpflichtet sah, ist nicht willens, eine nicht nachvollziehbare unverhältnismäßige Tötungsaktion zu bewerten und abzuwenden.


Wir drücken auch unser Erstaunen darüber aus, dass der Hessische Tierschutzbeirat, ein „Runder Tisch“, der sich dem Tierwohl widmen sollte, sich zu dieser Thematik überhaupt nicht zu Wort gemeldet hat. Andere Tier- und Vogelschutzverbände haben interveniert und sich für das Überleben der gesunden Vögel eingesetzt.


Für uns zeigt sich erneut, dass Gremien und Beiräte im Land Hessen grundsätzlich verlängerte Arme der Landesregierung sind und offenbar dazu benutzt werden, regierungskonforme Entscheidungen zu unterstützen bzw. dort zu schweigen, wo es für die Landesregierung unbequem wird.


Auch wenn nun heute die Tötung vollstreckt wird, werden wir weiterhin am Thema bleiben und alles daran setzen, die Ermessensspielräume gerade bei Tötung gesunder Tiere und Populationen endlich zum Wohl der Tiere zu nutzen.


Wir werden weiter, wie auch beim Abholzen der Wälder für sinnlosen Windstrom, die Diskrepanz zwischen "GRÜNEN Worten" und "GRÜNEN Taten" schonungslos aufzeigen.